Rette sein Geld, wer kann
Jeder, der in letzter Zeit auch nur halbherzig die Wirtschaftsnachrichten verfolgt hat, weiß, dass wir uns gerade in einer turbulenten Wirtschaftslage befinden. Großbanken müssen Abschreibungen in Milliardenhöhe aufgrund der Subprime-Krise vornehmen, die Börsenkurse röcheln am Boden, die Inflation galoppiert vor sich hin. Als wäre die internationale Ökonomiemisere und eine Teuerungswelle nicht genug, verzeichnet der Rohölpreis jeden Tag einen neuen Höhepunkt. Wo ist mein Geld in solchen Zeiten, in denen man nicht einmal der eigenen Bank vertrauen kann, also noch sicher?
Zwar wird ihnen jeder Finanzexperte, Steuerberater und Bankmitarbeiter diese Frage anders beantworten –oftmals sicher nicht ganz unparteiisch-, doch zeichnet sich ein deutlicher Trend ab. Kleinanleger, aber auch Fondsmanager ziehen sich Zusehens aus Aktien zurück und wechseln lieber wieder in sicherere Anlageformen, obgleich man mit genug Weitblick gerade horrende Gewinne an der Börse einfahren könnte. Jedenfalls erfreut sich das gute alte Sparbuch, auch aufgrund der gerade sehr hohen (Leit-)Zinsen, einer wahren Renaissance, ebenso der Bausparer. Allerdings gewinnt gerade ein relativer Underdog am Finanzmarkt an Boden, nämlich das Festgeld.
Diese Form der Anlage ist sowohl für die Geldinstitute als auch den Sparer eine sichere Bank (no pun intended).
Sie bietet den beiden Seiten den Vorteil, dass man sehr einfach und genau mit Gewinnen und Ausschüttungen aus der Anlage kalkulieren kann und dass das Ganze ein recht bodenständiges Geschäft, ohne komplizierten Anleihen, Fonds und Derivaten, ist.
Die Festgeldzinsen, also quasi der Ertrag des Sparers, sind festgelegt und zurzeit auch sehr, sehr attraktiv, meist noch um einiges besser als beim klassischen Sparbuch. Dazu kommt, dass sich über solch bestehende Festgeldkonten sehr günstig Kredite abwickeln lassen, was bei der Zinslage von enormem Vorteil ist. Denn so gut die Zinsen fürs Sparen stehen, so schlecht sehen sie derzeit für einen Kreditnehmer aus.
Auch wenn die sicherste Variante nicht immer die beste und lukrativste ist, so kann man zumindest gerade mit konservativen Anlagen kaum verlieren.
Posted: Juli 28th, 2008 under Wirtschaft.
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