Kreditvergabe

Wer schon einmal einen Kredit haben wollte, wird festgestellt haben, dass dies gar nicht so einfach ist. Nicht nur dass es viele verschiedene Anbieter gibt, sondern noch wesentlich mehr Gesetze und Richtlinien. An die müssen sich die Kreditgeber – in erster Linie die Banken – halten. Begriffe wie Basel II sind dabei zu echten Schreckgespenstern geworden und sorgen dafür, dass die Kreditvergabe extrem schwierig geworden ist.

Auf der anderen Seite haben die Gesetze auch ihr Gutes, denn in einigen Ländern begrenzen sie die Zinssätze (z. B. in der Schweiz auf 15 % pro Jahr). Für Deutschland gilt das zwar nicht, aber hier müssen Kreditinstitute einen effektiven Jahreszins angeben. Damit soll der Kunde die Angebote besser miteinander vergleichen können. Andere Gesetze schützen den Kreditgeber vor Risiken, darunter das Kreditwesengesetz. So können große Kredite nur maximal 25% des Geldes betragen, mit dem sie bei einer Haftung abgesichert werden.

Für die Vergabe eines Kredites gibt es klare Wege, die eingehalten werden müssen. Sie stellen zuerst einmal einen Kreditantrag und werden dann auf Ihre Kreditfähigkeit geprüft (Volljährigkeit, etc.). Haben Sie Sicherheiten? Gut, aber auch die werden überprüft. Der Gläubiger will sicherstellen, dass Sie Raten und Zinsen auch Zahlen können. Sicherheiten gibt es u. a. in Form von Bürgschaften oder Grundpfandrechten. Hat alles seine Ordnung, stehen Ihre Chancen auf einen Kredit gut – aber trotzdem ist dies kein Garant für eine Kreditzusage. Bekommen Sie den Kredit, unterschreiben Sie einen Kreditvertrag und stellen die Kreditsicherheiten. Erst dann wird das Geld überwiesen (oder Ihnen sonstwie überreicht).

In den seltensten Fällen werden Sie am Ende genau den Betrag an den Gläubiger zurückgezahlt haben, den er Ihnen bei der Kreditvergabe bereitgestellt hat. Er wird sich sein gönnerhaftes Wesen mit Zinsen bezahlen lassen. Welche Summe das letztendlich ausmacht, bestimmen Ihre Bonität und Ihre Sicherheiten. Darüber hinaus sind die Zinsen niedriger, je schneller Sie das Geld zurückzahlen. Neben den Zinsen können übrigens auch weitere Kosten wie Bearbeitungsgebühren auf Sie zukommen. Halten Sie also die Augen offen, bevor Sie etwas unterschreiben.