Der Selbstbehalt

Grundsätzlich hat so ziemlich jeder Mensch in der westlichen Welt irgendeine Versicherung abgeschlossen und sei es nur eine einfache Krankenversicherung. Wenn man jedoch einen genaueren Blick auf den Begriff „Versicherung“ und den Angeboten, die solche Anstalten anbieten wirft, so stellt man sehr schnell fest, dass nicht immer eine totale Kostenübernahme der Fall ist. Sehr häufig kommt es vor, dass man dann doch einen gewissen Anteil an den Kosten des Schadens selbst übernehmen muss. Diese Kosten nennt man „Selbstbehalt“. Im Vorfeld sollte man unbedingt einen Versicherungsvergleich anstellen, um die für sich idealen Konditionen ermitteln und danach den Vertragspartner wählen zu können.

Dabei kommen doch einige Probleme im Krankheitsfall auf, denn der Versuch, die Kosten für die Versicherungen gering zu halten führt oftmals dazu, dass jemand auf eine Behandlung verzichtet, weil er sich den Selbstbehalt nicht leisten kann oder leisten will. Dadurch kommt auch automatisch weniger Geld ins System hinein, da die Behandlungskosten zur Gänze entfallen und es entstehen weniger Steuern, was wieder weniger Einnahmen bedeutet.

Besonders von diesem Selbstbehalt betroffen ist der Gesundsheitsbereich. Man kann ihm oftmals nur durch zusätzliche Versicherungen (Zahnzusatzversicherung usw.) entgehen. Im Dschungel der Versicherungen gibt es viele verschiedene Angebote, die je nach Höhe des entstandenen Schadens, der Beiträge und anderer Bemessungsgrundlagen eine Veränderung des Selbstbehalts bestimmen. Auch die freiwillige Entrichtung eines Selbstbehalts ist möglich, um auf längere Sicht einen Bonus zu erhalten.

Der Selbstbehalt ist sicherlich eine gute Möglichkeit, um unnötige Zahlungen für Versicherungen zu verhindern, aber lässt auch sehr viele bedürftige Menschen durchs Raster fallen, die sich diesen Selbstbehalt nicht immer leisten können. Gerade im Gesundheitswesen kann dies fatale Auswirkungen haben. Durch die Wirtschaftskrise wird dies nur noch mehr unterstützt, denn da sitzt das Geld ohnehin nicht mehr so locker, wie vielleicht zuvor.