Das Pensionsproblem
Österreich ist ein Sozialstaat, was bedeutet, dass bestimmte Leistungen für die Staatsbürger zur Verfügung stehen. Im Gegensatz dazu steht etwa Amerika, wo die Menschen eigene Versicherungen bezahlen müssen, um im Falle der Krankheit abgesichert zu sein. Denn ansonsten kostet ein einziger Arztbesuch ein halbes Vermögen. Da manche den enormen finanziellen Aufwand nicht selbst stemmen können, waren einige schon seit Jahren nicht mehr bei Ärzten. Sowohl die Türen für Zahn-, Augen- oder auch Allgemeinarzt bleiben ihnen somit verschlossen. Das könnte in Österreich nie passieren, da eben jeder Bürger ein Anrecht auf medizinische Versorgung hat. Ist jemand arbeitslos, wird er mit einem kleinen Beitrag durch den Staat unterstützt. Auch Schüler und Studenten erhalten Beihilfen um ihre Ausbildung sorglos zu beenden. Denn jeder Mensch sollte ein Anrecht auf Bildung haben, egal wie reich oder wohlhabend seine Eltern sind.
Der Sozialstaat funktioniert also anscheinend recht gut. Jedoch bei einem Punkt ist man sich schon seit längerem uneinig. Die Pensionen werden auf der ganzen Welt heiß diskutiert. Denn durch die Überalterung der Gesellschaft haben immer mehr Leute Anspruch auf die Unterstützung im Alter. Die Geburtenrate ist trotzdem niedrig und somit können weniger Menschen das System unterstützen. Denn die arbeitende Generation zahlt sozusagen in den Pensionstopf mit ein. Später, wenn sie selbst alt ist, wird sie genauso Subventionen und eine Rente erhalten. In der Theorie ist das zumindest so. In der Praxis jedoch wird das Geld höchstwahrscheinlich nicht mehr dafür reichen. Zwar ist es die Aufgabe der Politiker zu versichern, dass dafür schon in baldiger Zukunft eine Lösung gefunden werden wird, aber welche das sein wird, steht noch in den Sternen. Um eine Pensionsverkürzung oder eine Einschränkung der Pensionsbezieher wird man vielleicht nicht herumkommen. Deshalb werden private Pensionsversicherungen auch immer beliebter. Viele Jüngere sparen heute sogar schon dafür.
Posted: September 2nd, 2009 under Wirtschaft.
Comments: none